Kanada

Erlebe die Rocky Mountains hautnah

Juli 11, 2017

Die Reisebeschreibung des Touranbieters: 

Banff – Lake Louise – Yoho Nationalpark – Jasper – Calgary

Sieben Tage Wanderurlaub in den Nationalparks der kanadischen Rocky Mountains mit sieben Wanderungen auf ausgesucht schönen und lohnenden Pfaden der Rockies. Bei diesem Wanderurlaub erleben Sie diese einmalige Landschaft nicht nur aus dem Autofenster, sondern hautnah beim Wandern und Zelten, immer soviel wie möglich abseits der Straßen. Sie brauchen sich nicht um die Einzelheiten zu kümmern, Ihr Guide kennt die besten Wanderpfade, Aktivitäten und besonderen Stellen für jede Jahreszeit.

 

Bei diesem Text fühlte ich mich sofort angesprochen. 7 Tage wandern und das als absolute WanderQueen von Schwäbisch Hall mit 0,0 Outdoor Kleidern, Training, Sport…. Das passt… so gar nicht, denn wandern war noch nie mein Ding. Allerdings hatte ich richtig Bock diese faszinierende Landschaft und diese gewaltige Natur der Rockies hautnah mitzuerleben und nicht nur dran vorbei zu fahren. Und genau aus diesem Grund buchte ich kurzentschlossen und spontan die o. g. Tour.

 

Die Vorbereitungen – totales Chaos aber dennoch rechtzeitig

Aber gut, von vorne. Wenige Tag vor Beginn der Tour beschloss ich zu buchen und dank der Kompetenz des Anbieters Timberwolf Tour war meine Spontanität kein Problem gewesen. 4 Tage bevor es losging, hielt ich meine Bestätigung in den Händen: Yiepieee!!! Da ich noch in Vancouver war, buchte ich mir am nächsten Tag ein Ticket mit dem Greyhound Bus, um rechtzeitig in Calgary anzukommen. Der Greyhound Bus ist ein Fernbus und fährt von Vancouver nach Calgary in ca. 12 Stunden.

Allerdings musste ich mir noch einen Schlafsack, ein Kissen, ein Inlet und Trinkflaschen kaufen und so wurde der outdoor store MEC in Vancouver am Ende meiner Zeit in Kanada mein absoluter Lieblingsladen, weil ich hier alles fand was ich für´s campen benötigte. Allerdings musst du Mitglied werden und einen Betrag von $5 bezahlen: A lifetime membership.

 

Getestet und für gut empfunden: meine Ausrüstung

 

für die Tagestour

  • Rucksack
  • Trinkflaschen mindestens 2 Liter
  • Fotoapparat
  • Zippbeutel für Proviant
  • Sonnencreme
  • Taschenmesser
  • Taschentücher und Papierbeutel für den Müll

 

Übernachtung

  • Zelt
  • Isomatte
  • warmer Schlafsack (Anfang Juli, denn es war wahnsinnig kalt)
  • aufblasbares Kissen
  • Inlet

 

Kleidung

  • Trekkingstiefel/Wanderschuhe und Socken
  • bequeme Hose, keine Jeans
  • Regenjacke und Hose
  • Fleecejacke
  • Mütze
  • T-Shirts
  • Pulswärmer/Handschuhe

 

Tipp: Der Zwiebellook und du bist immer richtig angezogen, egal ob die Sonne scheint, es regnet oder stürmt, schneit oder einfach nur kalt ist.

Nachdem das Gepäck verstaut war und die Gruppe im Auto saß, ging es endlich los Richtung Banff. Mein Glück war, dass keiner der Gruppe vorne sitzen wollte und so hatte ich die beste Sicht!

Wir machten noch einen kurzen Stopp an einem anderen Outdoorstore und kauften uns aufgrund der Wetteraussichten eine Regenhose. Die sich am Ende der Tour tatsächlich bezahlt gemacht hat.

 

Meine Wandergruppe waren die besten Wegbegleiter

Als ich mich mit der Gruppe am Montag um 8:30 Uhr in die Lobby des Hotels Acclaim Hotel trafen, war jeder noch etwas ruhig, da die meisten aber von uns alleine unterwegs waren, fand sich das gleich. Ich kam mal wieder etwas zu spät zum Treffpunkt, da ich am Abend noch lange das Whirlpool auf dem Dach mit Blick über Calgary genossen habe. Und zweitens: Pünktlichkeit ist nicht unbedingt meine Stärke.

Die Gruppe bestand aus 10 Personen im Alter von 19 – 50 Jahre, eine tolle gemischte Gruppe! Komplett verschieden und doch hatten wir eine Menge Spaß und eine grandiose Zeit zusammen.

Am Campingplatz im Wald des Nationalparks angekommen, stellten wir die Zelte für die nächsten zwei Tage auf. Und dann ging es los. Die erste Wanderung zum Minnewanka Lake stand an. Ca. 2 – 3 Stunden.

 

Tageswanderungen in Höhenmeter, Kilometer, Stunden

 

Tag 2 Banff Nationalpark, Mount Bourgeau: Höhe: 2.931, Bourgeau Lake

11,5 km, ca. 5 Stunden, Höhenmeter: über 700 m

 

Tag 3 Yolo Nationalpark, Fairview Mountain: Höhe: 2.744m, Lake Louise

12,5 km, ca. 6 Stunden, Höhenmeter: 1.032 m

 

Tag 4 Yoho Nationalpark

Emerald Lake zum Yoho Lake, 7,2 km, ca. 2,5 Stunden, Höhenmeter: 462 m

Burgess Pass: 2.599 m, 13,8 km, ca. 4,5 Stunden, Höhenmeter: 380 m

 

Tag 5 Jasper Nationalpark, Icefields Parkway

4,6 km, ca. 2 Stunden, Höhenmeter: 239 m

 

Tag 6 Jasper Nationalpark, Maligne Lake

Opal Hills, 10,5 km, ca. 4 Stunden, Höhenmeter: 499 m

Moose Lake, 3,2 km, ca. 1 Stunde, Höhenmeter: 35 m

 

Die Tour an Tag 6 ist meine Lieblingstour. Wir haben alle gekämpft und geflucht, dennoch haben sich alle Anstrengungen gelohnt! Es war der absolute Hammer, erstens es geschafft zu haben und zweitens die Aussicht. Das war richtig aufregend, spannend, schweiß treibend und lustig.

 

Tag 7 Icefield Nationalpark

Wilcox Passe, 7,9 km, ca. 2,5 Stunden, Höhenmeter: 396 m

 

Fazit

Es war einfach nur der Hammer, atemberaubend, staunend, beeindruckend, manchmal nach Luft ringend, schwitzend, frierend (wir hatten leider 3 Tage Regen, aber auch das war toll), faszinierend…., ich habe nicht die richtigen Worte dafür, aber ich war immer glücklich, glücklich, glücklich und glücklich jeden einzelnen Schritt, ob bergauf oder bergab gelaufen zu sein. Es ist toll, die Natur so erleben zu dürfen, diese Stille, wenn jeder seinen nächsten Schritt erkämpft, weil der Berg steil ist, jeder sein Tempo geht und ein Stück gemeinsam geht um sich zu unterhalten, wenn der eine auf den anderen wartet, wenn man laut lachen kann und nur mit diesen 10 Personen unterwegs ist. Niemanden hört oder sieht. Diese Woche mit den weiten, steilen Wegen, dieser variantenreichen, großartigen Natur, die Gespräche mit jedem einzelnen, haben mich begeistert.

Viele Höhenmeter erkämpft, ob Regen oder Sonnenschein, viele Kilometer gelaufen und dabei so viel gelacht. Und am Ende war ich tatsächlich die Wanderqueen der Gruppe.

Ja diese Woche war prägend. Vielleicht, weil ich es nicht kenne oder solche Wanderungen noch nie gemacht habe. Diesen Ausblick erleben zu dürfen, aber auch weil jeder in der Gruppe so verschieden war und der eine vom anderen etwas lernen konnte. Für mich hat sich die Woche definitiv gelohnt.

Ich stand vor jedem Berg und fragte mich, wie soll ich das bloß schaffen? Fakt ist: es hat sich IMMER gelohnt. WOW!

Ein paar Eindrücke über die Tour findest du im Link auf You Tube. Auf jeden Fall sollte man diese eindrucksvolle, naturnahe, großartige Region zu Fuß erlebt haben. Türkisblaue Bergseen, reißende Wasserfälle, schneebedeckte Bergmassive und eisige Gletscher. Alle Anstrengung hat sich gelohnt!!!

 

GESCHAFFT & ÜBERGLÜCKLICH!!!

 

 

 

 

Calgary

Calgary liegt in der Provinz Alberta und ist die viertgrößte Stadt Kanadas. In knapp 1,5 Stunden in westlicher Richtung erheben sich die eindrucksvollen Rocky Mountains. Deswegen ist Calgary auch ein Ausgangspunkt für viele Touristen die einen Roadtrip in den kanadische Rocky Mountains planen. Außerdem ist der Flughafen international und somit eine weitere Anlaufstelle für viele Ausflugsziele in Kanada.

Calgary ist eine Multikultistadt mit vielen Einkaufsmöglichkeiten und tollen Bars und Restaurants.

 

Mein Tag in Calgary

Calgary war okay, vielleicht auch, weil ich gerade aus dieser erlebnisreichen Woche in den Rocky Mountains kam. Eine Stadt gegen diese eindrucksvolle Natur – ist schwer zu vergleichen.

 

Transportmittel in Calgary – (Kostenlose) Straßenbahn CTrain

Calgary hat ein gut funktionierendes Stadtbahnsystem, sodass man sich aufgrund der Einfachheit und der fast minütlichen Verkehrung keine großen Gedanken machen muss. Ein weiterer Pluspunkt ist die Free Fare Zone im Stadtzentrum. Täglich kann man diese Strecke kostenfrei und unbegrenzt fahren.

 

Hagelguss der Extraklasse: noch nie erlebt!

In der Innenstadt wurde ich ganz plötzlich überrascht: ein Hagelguss. So etwas habe ich noch nie erlebt. Es war mega laut, dauerte eine ganze Weile und die Straßen waren komplett weiß, voller Hagelkörner. VIDEO

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