Australien

Gefährliche Tiere in Australien – Schlangen, Spinnen – von wegen

Juli 24, 2017

 

Australien ein absolutes Traumland und ein sicheres Reiseziel mit guter Infrastruktur für Reisende. Mich reizte Australien schon lange wegen der unglaublichen Fläche, den riesigen Entfernungen und der ungeahnten Weite. Als ich von Alice Springs nach Perth in ca. 3,5 Stunden geflogen bin und ein Teil West Australien von oben sah, war ich von der Dimensionen wahnsinnig beeindruckt. Dieses Land fasziniert mich durch seine Größe.

Was ich noch von Australien wusste war, dass hier mit die gefährlichsten Tiere der Erde leben. So informierte ich mich in Büchern, schaute Filme, las im Internet und fragte Freunde, die bereits einen Roundtrip in Australien unternommen hatten. Beim Gedanken an manche Tiere, lief mir bereits zuhause eine Gänsehaut den Nacken hinunter, aber ich stellte mich darauf ein.

Die gefürchtetsten Tier sind die Leistenkrokodile, der weiße Hai, aber auch die kleinen unscheinbaren Spinnen, Schlangen, Quallen (jellyfish) und Skorpione sowie Fische und Schnecken, aber es gibt noch mehrere Tiere, mit denen man besser Abstand halten sollte, allerdings bin ich mit  dreien sehr nah in Kontakt gekommen. Hier meine Begegnungen  mit Australiens gefährlicher Tierwelt:

Rotrückenspinne, Weibchen (Red Back Spider)

Diese Spinne zählt zu den giftigsten Spinnenarten in Down Under und ist auf dem gesamten Kontinent verbreitet. Gefährlich für den Menschen sind nur die Weibchen. Der Körper ist schwarz gefärbt und mit einem roten Streifen im hinteren Teil der Spinne versehen. Ich begegnete ihr auf der Außendusche auf dem Campingplatz beim Karijini National Park. Immer mit Blick auf die Spinne gerichtet. Es ging alles gut und die Spinne hat sich nicht einmal bewegt.

Ein Schritt und…. die schwarze Schlange

Am Cape Tribulation auf dem Weg durch den Regenwald zum Strand machte ich mit einer schwarzen Schlange Bekanntschaft. Ich hob gerade meinen Fuß um den nächsten Schritt zu machen, da sah ich sie direkt vor mir. Das hätte gesessen und ich wäre direkt auf die Schlange getreten. Uns durchfuhr beide ein zucken und ich blieb wie angewurzelt stehen, bis die Schlange im Dickicht verschwand. Eine weitere Begegnung am Strand mit einem Krokodil viel zum Glück aus. Denn ein Schilder wies auf plötzlich auftretende Krokodile hin und da zu dieser Zeit keine Saison war und der Strand menschenleer, hätte mein Verschwinden niemand mitbekommen.

Zu viele Füße vor meinem Gesicht

Im Campground am Ayers Rock schliefen wir draußen in einem „Swag“. Ein aufregendes und spannendes Erlebnis und ein etwas mulmiges Gefühl hatte ich schon, in der freien Wildnis Australiens zu übernachten. Irgendwann kam dann doch die Müdigkeit über mich und ich schlief ein. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, entdeckte ich einen giftigen Riesentausendfüßler auf meinem „Swag“ fast vor meinen Augen. Stocksteif lag ich da. Zum Glück war meine beste Freundin bei diesem Trip dabei und sie befreite mich von diesen tausend Füßen.

Noosa – nie wieder!

Noosa war ein kurzer Zwischenstopp auf meiner Reise durch Queensland. Eine erholsame Zeit mit jede Menge Sonnenschein, malerischen Stränden, Zeit zum Entspannen und einer Wanderung im Noosa Nationalpark. So hatte ich mir meinen Aufenthalt vorgestellt.

Doch ich erlebte hier wohl meine gefährlichste Situation während meines 4-monatigen Aufenthalts in Australien.

Eine ganz andere Begegnung – wovor mich niemand gewarnt hatte.

Für mich war es schrecklich und ich bin froh, dass ich noch lebe. Also passt auf… mein Plan war, an den Sunshine Beach zu gehen! Der Name ist so schön, da möchte ich unbedingt hin. So machte ich mich auf den Weg und dachte, ich könnte den ca. 3 stündigen „Coastal Walk“ vom Sunshine Beach zum Main Beach durch den Noosa Nationalpark laufen. Die Aussicht soll traumhaft sein, am Meer entlang, mit Delfinen, kleinen Buchten und hängenden Koalas an den Bäumen im National Park.

Gut gelaunt mit einer Thermoskanne Kaffee in der Hand lief ich die Straße der Pacific Avenue Richtung Strand entlang. Kaum war ich einen Kilometer gelaufen, wurde mir ein Strich durch die Rechnung gezogen. Ich wurde von einem Vogel förmlich rücksichtslos angegriffen. Immer wieder von hinten… immer wieder Richtung Kopf. Mein Herz schlug schneller und schneller und ich wusste gar nicht was mir geschah. Ich bin weitergelaufen, nicht gerannt, aber schnell gelaufen und immer wieder der Angriff hinten auf meinen Kopf…

Ich hatte Angst und wusste nicht, wie ich mich verhalten soll. Zum Glück entdeckte ich eine überdachte Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite und so verkroch mich in meine Höhle. Ich musste durchatmen, mein Herz wieder auf normalen Puls bringen. Was war das???  Jeder erzählt mir in Australien gibt es Schlagen und Spinnen, ABER den Vogel hatte man nie erwähnt…

Nach ca. 10 – 15 Minuten traute ich mich wieder aus der Bushaltestelle heraus und lief weiter Richtung Sunshine Beach. Ich tat so, als ob nichts gewesen wäre und versuchte relaxt zu wirken, doch im nächsten Aufgenblick stürzt sich dieser schwarz, weiße Vogel wieder auf mich und attackiert mich aufs Neue. Ehrlich gesagt, hatte ich gedacht, er hat mich vergessen – aber wie konnte ich so naiv sein. 😉

Eine Frau, die in eine Kreuzung einfuhr, bemerkte das etwas bei mir auf dem Fußgängerweg nicht stimmte, hielt an und fragte mich, was passiert sei. Etwas panisch erzählte ich ihr von meinem absurden Erlebnis. Die Frau aus dem Auto lächelte nur und sagte, dass dies um diese Jahreszeit so sei. Die Magpies greifen Menschen an, um ihr Brutrevier zu schützen, in dieser Zeit sind die Elstern oder auf Deutsch Flötenvögel genannt, teilweise sehr aggressiv. Das sei i. d. R. 6 – 8 Wochen von August bis Oktober. Meist sind die Betroffenen jedoch Fahrradfahrer. 

Während der Unterhaltung, beobachtete ich einen Mann, der auf der anderen Seite der Straße an uns vorbeilief – aus der Richtung, die ich gekommen bin. Menschen kamen aus Ihren Häusern und packten Taschen in ihre Autos. Nichts passierte – kein Vogel in Sicht. Wie konnte das sein? Warum sah der Vogel ausgerechnet mich als Bedrohung an?

Nachdem mir die Frau rat, ich solle meine Augen mit der Sonnenbrille schützen und wenn möglich einen Hut aufziehen, damit ich keine Verletzungen erleide, traute ich mich nicht einmal mehr aufzublicken. Doch ich sollte den Vogel nicht aus den Augen lassen. Da ich keinen Hut jedoch eine schwarze Jacke dabei hatte, nahm ich diese und wedelte diese über meinen Kopf bis ich im Hostel ankam. Ich hörte den Vogel weiterhin flöten und dieses flöten, habe ich während meiner ganzen Zeit in Australien als Warnsignal benutzt: Hut auf und Sonnenbrille an. Wer weiß wann der nächste Angriff kommt!

Da bekommt der Spruch, Der frühe Vogel kann mich mal eine ganz andere Bedeutung.

Hast du auch schon etwas ähnliches erlebt? Ich freue mich über deinen Kommentar!

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